image/schutzbefohlene.jpg sexueller Missbrauch Widerstandsunfähiger Alle wichtigen Informationen und anwaltlichen Tipps beim Vorwurf des sexuellen Missbrauchs Widerstandsunfähiger zB Schlafender, Alkoholisierter, sonst wie Berauschter, Behinderter etc...

Zum 01. Mai 2017 gründen die Rechtsanwälte Stevens, Betz, Müller Zenger eine neue Kanzlei. Die Kanzlei Lucas verbleibt in den aktuellen Räumen.

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sexueller missbrauch widerstandsunfähiger
Rechtsanwalt Dr. Alexander Stevens

Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen:

Sinn und Zweck dieses Straftatbestands ist der Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Es sollen zum Einen Personen geschützt werden, die ihren sexuellen Widerstandswillen körperlich nicht betätigen können, weil sie z.B. in Folge von Behinderung nicht dazu fähig sind.
Zum Anderen schützt der Straftatbestand Personen, die aufgrund geistiger Unfähigkeit (vorübergehend) nicht in der Lage sind darüber zu entscheiden ob Sie sexuelle Handlungen tolerieren / ausüben wollen oder nicht, z.B. infolge von Alkohol, Schlaf oder anderer Bewusstseinsstörungen.
Auch wenn die Bedeutung der Strafvorschrift bisher nicht allzu hoch war, nehmen die statistisch erfassten Fälle des sexuellen Missbrauchs Widerstandsunfähiger in den letzten Jahren dramatisch zu. Der überwiegende Teil der Vorwürfe betrifft Fälle in denen im Vorfeld von sexuellen Handlungen Alkohol konsumiert worden war oder sexuelle Handlungen während des Schlafens vollzogen worden ein sollen.
Auch der sexuelle Missbrauch Widerstandsunfähiger ist im Regelfall mit bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe bewährt!

Unter den Begriff „widerstandsunfähige Personen“ sind nach der abschließenden Aufzählung des Gesetzes Personen zu verstehen, die

1. wegen einer geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschließlich einer Suchtkrankheit oder wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder

2. körperlich

zum Widerstand unfähig sind.
Dabei sind, im Gegensatz zur sexuellen Nötigung unter Ausnutzung einer schutzlosen Lage des Opfers, Personen erfasst, die zum Tatzeitpunkt von vornherein keinen entgegenstehenden Willen bilden bzw. betätigen können. Gemeint sind also Personen, die absolut widerstandunfähig sind. Eine Ausnutzung erheblich eingeschränkter Abwehrmöglichkeiten durch den Täter reicht damit nicht aus. Dies bedeutet für die Frage der Strafbarkeit der Tat, dass nicht alleine, z.B. auf Grund des Vorliegens einer geistigen Behinderung oder Alkoholisierung beim Opfer, auf dessen Widerstandsunfähigkeit geschlossen werden darf. Vielmehr ist zusätzlich ein Vergleich mit dem Verhalten des Opfers im Normalzustand erforderlich. Wo dies, z.B. auf Grund angeborener Störungen, nicht möglich ist, ist für diesen Vergleich die „normale“ psychische Verfassung des Bevölkerungsdurchschnitts heranzuziehen. Mit Hilfe dieses Vergleichs muss festgestellt werden, ob die beim Opfer vorhandene Störung die Möglichkeit einer anderen Entscheidung über sein Sexualleben tatsächlich beseitigt hat. Denn es geht nicht darum, widerstandsunfähige Personen zu sexueller Enthaltsamkeit zu zwingen. Sexualkontakte mit ihnen sind durchaus zulässig, wenn sie vom tatsächlichen bzw. mutmaßlichen Willen des Opfers gedeckt werden.

zu 1. Bei der psychischen Widerstandsunfähigkeit muss beim Opfer zunächst eine psychische Störung diagnostiziert werden.
Geistige Krankheit oder Behinderung sind durch das Vorliegen von einem nur vorübergehenden (Krankheit) oder dauerhaften (Behinderung) Intelligenzdefizit beim Opfer gekennzeichnet.
Unter seelische Krankheiten fallen die anerkannten psychiatrischen Krankheitsbilder, wie z.B. Psychosen. Der Begriff „seelische Behinderung“ stammt aus dem Zivil- und Sozialrecht. Erfasst werden bleibende und lang anhaltende psychische Beeinträchtigungen, welche Folge einer seelischen Krankheit sind.
Suchtkrankheit bedeutet die körperliche Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Wenn der Genuss von Suchtmitteln bereits zu hirnorganischen Schädigungen geführt hat, liegt zugleich eine seelische Krankheit vor.
Der Begriff „tiefgreifende Bewusstseinsstörung“ erfasst schwere, nicht krankhafte, Beeinträchtigungen der Bewusstseinsfähigkeit, wie z.B. Dämmerzustände infolge einer Hypnose, Ohnmacht, Schlaf, schwere Rauschzustände und Fälle, in denen das Opfer auf Grund von Überraschung, Schreck oder Schock keinen Widerstandswillen bilden oder äußern kann.

zu 2. Die körperliche Widerstandsunfähigkeit erfasst die Fälle, in denen das Opfer seinen Abwehrwillen wegen körperlicher Gebrechen, z.B. Querschnittslähmung, oder äußerlichen Hemmnissen, z.B. Fesselung, nicht äußern oder realisieren kann. Darunter fällt auch z.B. die völlige Erschöpfung nach einer mehrfachen Vergewaltigung. Nicht erfasst wird, wenn das Opfer wegen seiner Unterlegenheit oder aus Angst vor dem Täter Widerstand unterlässt. Die entwicklungsbedingte Widerstandsunfähigkeit eines Kindes wird nur dem (schweren) sexuellen Missbrauch von Kindern zugeordnet.


Der Tatbestand gliedert sich in unterschiedliche strafbare Handlungen:

Strafbar (mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren) ist,

1. die Vornahme sexueller Handlungen an der widerstandsunfähigen Person

2. das Vornehmen lassen sexueller Handlungen an der widerstandsunfähigen Person

3. das Bestimmen einer widerstandsunfähigen Person zur Vornahme sexueller Handlungen an einem Dritten

4. das Bestimmen einer widerstandsunfähigen Person sexuelle Handlungen von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen

zu 1. Erforderlich ist ein unmittelbarer Körperkontakt zwischen Täter und Opfer.

zu 2. Der Täter muss das Opfer in irgendeine Weise zu seinem Verhalten ermuntern. Reine Passivität reicht nicht aus. Bei körperlicher Widerstandsunfähigkeit ist ein „An-sich vornehmen-lassen“ von sexuellen Handlungen bereits begrifflich ausgeschlossen.

zu 3. und 4. Bei diesen Tatvarianten kommt eine dritte Person ins Spiel. Um das Opfer zum Sexualkontakt mit einem Dritten zu bestimmen, muss der Täter unmittelbar auf den Willen des Opfers einwirken. Wie dies erfolgt, ist unerheblich. Das Opfer muss sich erst durch die Beeinflussung durch den Täter zum konkreten Sexualkontakt entschlossen und diesen zumindest begonnen haben. Damit ist diese Tatvariante bei Bewusstlosen oder körperlich Widerstandsunfähigen von vornherein ausgeschlossen. Nicht erfasst wird, wenn der Täter für den Dritten nur eine günstige Gelegenheit zur sexuellen Handlung schafft oder einen Missbrauch durch einen Dritten ohne Einzuschreiten beobachtet. Unerheblich ist, ob der Dritte mit dem sexuellen Kontakt einverstanden ist oder, ob er sich dabei selbst strafbar macht.


Ausnutzung der Widerstandsunfähigkeit
Das Ausnutzen der Widerstandsunfähigkeit stellt bei diesem Delikt i.d.R. den Missbrauch dar, welcher für die Strafbarkeit bei jedem Sexualdelikt erforderlich ist. Der Täter nutzt die Widerstandsunfähigkeit des Opfers aus, wenn die Widerstandsunfähigkeit den sexuellen Kontakt ermöglicht oder zumindest erleichtert und der Täter die ihm dadurch gebotene Gelegenheit wahrnimmt.

Dies ist stets erfüllt, wenn jegliche Willensentscheidung des Opfers ausgeschlossen ist, z.B. wenn es schläft oder bewusstlos ist.

Eine Strafbarkeit ist ausgeschlossen, wenn das Opfer in die sexuellen Handlungen wirksam eingewilligt hat. Diesbezüglich kann nach oben verwiesen werden. . Bei psychischen Störungen kommt eine Einwilligung des Opfers selbst jedoch i.d.R. nur dann in Betracht, wenn diese nur zeitweise auftreten. Eine Einwilligung ist daher vor allem bei Fällen der körperlichen Widerstandsunfähigkeit relevant. Eine Widerstandsunfähigkeit wird ebenfalls nicht ausgenutzt, wenn die sexuellen Handlungen im Rahmen eines Liebesverhältnisses erfolgen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es gerade nicht als Ausdruck von Liebe und Zuneigung gewertet wird, wenn die andere Person zum Objekt der eigenen sexuellen Wünsche herabgewürdigt wird. Dies wird nicht durch angebliche „Liebe“ billigenswert. In den Fällen, in denen die Initiative zum Sexualkontakt vom Opfer ausgeht und der Täter nur die Handlung an sich vornehmen lässt oder der Täter die Widerstandsunfähigkeit selbst herbeiführt, ist stets genau im Einzelfall zu analysieren, ob nach den oben genannten Voraussetzungen eine Widerstandsunfähigkeit des Opfers ausgenutzt wird. Wenn der Täter auch bei einem widerstandsfähigen Opfer zu denselben sexuellen Handlungen gelangt wäre, z.B. durch einen überraschenden Übergriff auf ein argloses Opfer, liegt kein Ausnutzen von Widerstandsunfähigkeit vor.


Erheblichkeit der sexuellen Handlung
Hier ist zu beachten, dass das Schutzgut der sexuellen Selbstbestimmung durch jeden Missbrauch, unabhängig vom Gewicht der sexuellen Handlung, betroffen ist. Bei Vorliegen einer psychischen Widerstandsunfähigkeit kommt es dabei nicht darauf an, ob das Opfer die Handlung wahrnimmt oder ihre sexuelle Bedeutung erfasst.


Wissen und Wollen des Täters um die sexuell erhebliche Handlung
Der Täter muss das Vorhanden sein einer Widerstandsunfähigkeit beim Opfer zumindest ernstlich für möglich halten. Er muss im Falle des Vorliegens einer psychischen Widerstandsunfähigkeit daher zumindest die Tatsachen kennen, aus denen sich diese ergibt. Zusätzlich muss er bewusst den Zustand des Opfers als einen Faktor einkalkulieren, der die Vornahme der sexuellen Handlungen ermöglicht oder begünstigt. Fehlt es daran, kommt nur eine Strafbarkeit wegen fahrlässiger Körperverletzung in Betracht. Völlig unerheblich ist, ob die Widerstandsunfähigkeit des Opfers den Täter erst zu seiner Tat motiviert hat.


qualifizierte Formen des sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen
Eine erhöhte Mindeststrafe von nicht unter zwei Jahren bis 15 Jahre droht bei

1. der Vollziehung des Beischlafs (Geschlechtsverkehr) mit dem Opfer oder der Vornahme ähnlicher sexueller Handlungen (z.B. „Fingern“) an ihm oder dem Vornehmen lassen dieser Handlungen an sich von ihm, die mit einem eindringen in den Körper verbunden sind

2. der Vornahme der Tat von mehreren gemeinschaftlich

3. dem Bringen des Opfers durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung oder einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung.

zu 1. Für den Beischlaf ist das Eindringen des männlichen Glieds in die Scheide erforderlich. Unter „ähnliche sexuelle Handlungen“ fallen insbesondere Oral- und Analverkehr und das Eindringen mit Gegenständen oder anderen Körpergliedern in Vagina oder Anus. Ein Eindringen mit Gegenständen oder anderen Körpergliedern in den Mund oder Zungenküsse werden nicht erfasst. Unerheblich ist, ob das Eindringen in den Körper des Opfers oder des Täters erfolgt. Nicht erfasst sind jedoch sexuelle Handlungen mit Dritten.

zu 2. Gemeint ist eine mittäterschaftliche Begehung der Tat. Es soll der daraus resultierenden erhöhten Gefährlichkeit für das Opfer Rechnung getragen werden. Die bloße gemeinsame Vornahme von sexuellen Handlungen an einer widerstandsunfähigen Person, umgangssprachlich Gruppensex genannt, wird davon daher nicht erfasst.

zu 3. Erforderlich ist, dass eine konkrete Gefahr für das Opfer besteht, welche durch den missbräuchlichen sexuellen Kontakt entstanden ist. Es ist daher ausreichend, wenn der Eintritt der Schädigung nicht mehr mit hoher Wahrscheinlichkeit noch abgewendet werden kann. Die Schädigung muss daher nicht tatsächlich vorliegen.


schwerer Missbrauch

Strafbar (mit einer Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren bis 15 Jahre) ist,

1. wenn der Täter das Opfer bei der Tat körperlich schwer misshandelt 2. durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt.

zu 1. Voraussetzung ist, dass die körperliche Unversehrtheit des Opfers mehr als nur unerheblich beeinträchtigt ist. Dies muss in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der sexuellen Handlung erfolgt sein. Es reicht also nicht aus, wenn die körperliche Misshandlung dem Opfer erst nach Abschluss der sexuellen Handlungen zugefügt wird, wie z.B. anschließende Schläge, um das Opfer zum Schweigen zu bringen.

Beispiel: Zufügung großer Schmerzen; erhebliche langwierige Folgen für die Gesundheit Der Täter muss die schwere körperliche Misshandlung zumindest ernstlich für möglich halten. Nicht ausreichend ist, wenn er nur hinsichtlich einer gewöhnlichen Körperverletzung mit Wissen und Wollen handelt.

zu 2. Der Täter muss das Opfer durch die sexuellen Handlungen in eine konkrete Lebensgefahr bringen. Nicht erfasst sind daher Gewaltanwendungen, mit der die sexuelle Handlung erst erzwungen werden soll.

Beispiele: Opfer wird durch den ungeschützten Geschlechtsverkehr mit dem HIV-Virus infiziert; Tat führt zu Suizidgefahr Der Täter muss auch hinsichtlich der Lebensgefahr vorsätzlich, also mit Wissen und Wollen, handeln.


Strafe und Straferwartung
Allgemein gilt, dass die Strafe bei einer Verurteilung wegen eines Sexualdelikts stets eher in der oberen Hälfte des möglichen Strafrahmens liegt. Bei anderen Straftaten liegt sie im Vergleich dazu eher im unteren Drittel.
Straferhöhende Gesichtspunkte im Rahmen der Strafzumessung sind z.B. besondere Auswirkungen der Tat (wie z.B. eine lang anhaltende Traumatisierung), ein besonders rücksichtloses Vorgehen, die Verletzung einer Vertrauensstellung (wie z.B. als Pfleger), Familienzugehörigkeit des Täters, ungeschützter Geschlechtsverkehr oder die mehrfache Vornahme sexueller Handlungen. Dabei ist es unbeachtlich, wenn der Täter keine Gewalt angewendet hat.
In besonders schweren Fällen des Missbrauchstatbestands liegt die Mindeststrafe bei einem Jahr. Darunter fallen Straftaten, die unter Berücksichtigung des Tatgeschehens, der Täterpersönlichkeit und subjektiven Einstellung des Täters zur Tat erheblich schwerer wiegen als die im Durchschnitt erfahrungsgemäß vorkommenden Fälle.

Beispiele: Sexualpraktiken, die mit einer besonderen Erniedrigung des Opfers verbunden sind, z.B. sadistische Handlungen oder „Fäkalerotik“; Der Missbrauch wird z.B. gefilmt; der Täter bringt das Opfer zum Beischlaf mit einem Dritten

Strafmildernd wirkt sich aus, wenn die sexuelle Handlung nur knapp als erheblich einzustufen ist. Geht die Initiative zur sexuellen Handlung vom Opfer aus oder liegt eine unwirksame Einwilligung des Opfers vor, kann dies ebenfalls einen Strafmilderungsgrund darstellen.

Im Rahmen des qualifizierten Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen ist die Bedeutung des jeweiligen Qualifikationsmerkmals zu berücksichtigen. In minder schweren Fällen legt das Gesetz eine Strafe zwischen einem und zehn Jahren fest. Ein solcher kommt z.B. in Betracht, wenn der Täter das betrunkene Opfer nach gemeinsamen Alkoholgenuss missbraucht, nachdem zuvor bereits Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden.



Wer einer Sexualstraftat beschuldigt wird, braucht dringend einen kompetenten, erfahrenen und vor allem spezialisierten Rechtsanwalt. Denn bei Sexualstrafverfahren kommt es fast immer nur darauf an, wem letztendlich geglaubt wird: Dem vermeintlichen Täter oder dem vermeintlichen Opfer.

Dabei gelten Sexualdelikte als Kapitalverbrechen - mit einer regelmäßigen Straferwartung von bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe. Sexualstraftaten stehen damit auf einer ähnlichen Stufe wie Mord oder Totschlag, mit dem gravierenden Unterschied, dass der Vorwurf eines Sexualdelikts nicht selten instrumentalisiert wird, beispielsweise in der Folge von familiengerichtlichen Verfahren oder anderen Streitigkeiten, um Rache zu üben oder gar Vorteile zu erlangen.

Darüber hinaus findet die strafrechtliche Verteidigung auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts vor dem Hintergrund einer hohen Emotionalisierung und Voreingenommenheit statt, weshalb die Verteidigung aber auch die Opfervertretung hier besonders darauf achten muss, dass das Verfahren nach rechtsstaatlichen Grundsätzen ohne Vorurteile und einer Emotionalisierung der Prozessorgane durchgeführt wird.

Gleichzeitig muss der Anwalt hervorragende interdisziplinäre Kenntnisse vor allem auf dem Gebiet der Aussagepsychologie haben, denn Sachbeweise wie Handyauswertungen, DNA Spuren oder gar Zeugen, sind im Sexualstrafverfahren entweder nicht vorhanden oder lassen sich plausibel erklären!

Auch sollte der verteidigende Rechtsanwalt die Belange des Opfers bei der Entwicklung der konkreten Verteidigungsstrategie im Auge behalten und in geeigneten Fällen als Strafmilderungsgrund zum Einsatz bringen können, was angesichts der diffizilen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum sog. Täter-Opfer-Ausgleich in Sexualstrafverfahren hervorragende strafprozessuale Kenntnisse erfordert.



Weitere wichtige Auskunft zum Sexualstrafverfahrens erhalten Sie unter Erste Hilfe / Verfahrensablauf.
Informationen zu Rechtsanwalt Stevens erhalten Sie hier.



Sexualstrafverfahren sind eine große Belastung und oftmals mit schwerwiegenden rechtlichen und privaten Konsequenzen verbunden.

Daher empfiehlt es sich dringend vor einer Aussage bei der Polizei einen spezialisierten Anwalt zu Rate zu ziehen, um verfahrensentscheidende Nachteile zu verhindern! Denn gerade bei Sexualdelikten, wo in Ermangelung anderer Zeugen und Sachbeweise der Ausgang des Strafverfahrens regelmäßig einzig und allein von der Aussage des Opfers bzw. des Beschuldigten abhängt, muss eine polizeiliche Aussage wohl überlegt und unbedingt anwaltlich geprüft sein - immer mit Blick auf das bestmögliche Ergebnis.

Soweit bereits Rechtseingriffe wie Durchsuchung, Festnahme, ED-Behandlung, Vorladung etc. drohen oder bereits stattgefunden haben, gilt auch hier sofort einen spezialisierten Anwalt zu Rate zu ziehen (auch ein Anwaltswechsel ist zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens möglich!). Denn oftmals werden solche Maßnahmen ausschließlich zur Beschleunigung des Aussageverhaltens ergriffen und sind nicht selten rechtswidrig oder zumindest mildere Mittel anwendbar.

Eine gute anwaltliche Vertretung setzt neben einem Höchstmaß an fachlicher Kompetenz vor allem besondere Erfahrung im Umgang mit Polizei, Staatsanwaltschaft und vor allem Gericht voraus.
Ich bin ausschließlich auf das Sexualstrafrecht spezialisiert und stehe meinen Mandanten mit meiner langjährigen Erfahrung und einem hochspezialisierten Fachwissen bundesweit, in allen Gerichtsinstanzen zur Verfügung.

Schreiben Sie mir jederzeit und unverbindlich stevens@lucas-stevens.de oder rufen Sie mich an unter Telefon: +49 (89) 24 20 49 49.